Café Marktplatz
Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt
Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch, Freitag: von 9.00 bis 11.00 Uhr
Zusätzlich von Ende Oktober bis Ende Mai, ausser Schulferien:
Dienstag: von 15.00 bis 17.00 Uhr
Entstehungsgeschichte
Im Frühjahr 2003 musste die Poststelle von Masein im alten Gemeindehaus aufgrund der landesweiten Rationalisierungsmassnahmen aufgehoben werden. Die Raiffeisenbank, die im gleichen Gebäude untergebracht war, hatte zum selben Zeitpunkt ebenfalls ihre Segel gestrichen. Innovative Frauen aus dem Dorf wollten schon bald neues Leben in die alten Mauern bringen – mit einem Café und einem Marktplatz, wo man verschiedene Erzeugnisse aus der Region anbieten und kaufen kann.
Rita Juon Nicca geisterte die Idee eines Maseiner Cafés mit integriertem Marktplatz schon seit längerer Zeit im Kopf herum. Das leer stehende alte Gemeindehaus im Zentrum des Dorfes bot sich geradezu als idealer Standort für die geplante Begegnungsstätte an. Doch liess sich ein solches Projekt überhaupt realisieren, ohne in Gefahr zu laufen, dass das Ganze in einem finanziellen Fiasko endete?
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg… Dieses Sprichwort hat sich die Initiantin zu Herzen genommen und ist im Oktober 2003 mit der Anfrage an den Gemeindevorstand von Masein gelangt, ob man die frei gewordenen Räumlichkeiten im alten Gemeindehaus zum vorgesehenen Zwecke nutzen dürfe. Die Antwort kam postwendend und war positiv. In Luzia Platz wurde eine ideale Partnerin für die Realisierung des Projekts gefunden. Nach dem Okay vom Gemeinderat konnte man sich auf die Suche nach geeignetem Mobiliar und anderen Einrichtungsgegenständen machen. Der Aufruf im Dorf fiel auf fruchtbaren Boden. Nach und nach trafen die benötigten Tische und Stühle, Gläser, Espressotassen, Jumbokrüge und Pinnwände bei der bezeichneten Annahmestelle ein. Sogar eine gut erhaltene Küchenkombination wurde herbeigebracht.
Schon etwas schwieriger zu bewerkstelligen war der doch recht aufwändige Umbau der Räumlichkeiten, wo früher die Poststelle und die Raiffeisenbank untergebracht waren. Bei diesen Arbeiten halfen natürlich auch zahlreiche männliche Fronarbeiter mit. Zur grossen Freude der Café-Frauen meldeten sich auch einige Sponsoren, die namhafte Beträge in bar beisteuerten.
Als dritte Frau im Bunde ergänzte Mia Feltscher das Team. Am 21. Dezember 2003 konnte das gemütliche Café mit integriertem Marktplatz schliesslich mit der Öffnung eines Adventsfensters eingeweiht werden und anfangs Januar 2004 wurde der reguläre Betrieb aufgenommen.
Das Caféfrauenteam besteht aktuell aus fünf Maseinerinnen, die für Bedienung, Einkauf, Organisation von Anlässen, Buchhaltung und für den monatlichen Brotverkauf (Holzofenbrot aus dem Maseiner Backhaus) zuständig sind. Der Brotverkauf findet jeweils am ersten Montag im Monat statt und erfreut sich so grosser Beliebtheit, dass jedes Mal Brot aus weit über 20 kg Mehl verkauft wird. Zum Brotbackteam gehören zwei weitere Frauen aus dem Dorf.
Hausfrauen und Senioren als Zielpublikum
Man will mit dem Maseiner Café keineswegs das Restaurant Bergmühle am oberen Dorfende konkurrenzieren, betonen die Initiantinnen. Das Zielpublikum des Maseiner Cafés seien eindeutig die Hausfrauen beziehungsweise Mütter mit Kindern wie auch Seniorinnen und Senioren. Herzlich eingeladen seien aber auch alle Hausmänner und weitere Gäste. So seien auch die Öffnungszeiten auf die genannte Kundschaft abgestimmt.
Ein Marktplatz für regionale Produkte und anderes
Da Masein über keinen Dorfladen verfügt, wollten die Initiantinnen auch eine Einkaufsmöglichkeit schaffen. Partner dabei sind die Bäckerei Attenhofer, die Metzgerei Fischbacher sowie Denner.
Nicht zu vergessen ist das Angebot verschiedener Heinzenberger Bauern, die das Café gerne für den Direktverkauf nutzen: Käse, Salsiz, Trockenfleisch, Joghurt, Eier, aber auch verschiedene Backwaren stehen, je nach saisonaler Verfügbarkeit, zum Verkauf bereit.
An zwei Pinnwänden, die mit „Angebot” und „Nachfrage” betitelt sind, können auch beliebige gebrauchte Konsumgüter, vom Snowboard bis hin zur alten Drehorgel, mit Gratis-Kleininseraten angeboten beziehungsweise nachgefragt werden.